Angestelltenrechte sind eine feine Sache, manch einer mag sogar sagen eine der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts. Sie im entscheidenden Moment durchzusetzen – das braucht nach wie vor oft ein wenig Mut. Und manchmal wünschen sich vielleicht sogar die Mitarbeiter selbst, die Gesetze wären ein wenig lockerer formuliert.
So mag es zumindest der Crew einer norwegischen Regional-Airline ergangen sein. Sie musste den Landeanflug auf den Flughafen Mosjöen in letzter Minute abbrechen – wegen drohender Überstunden. Der Pilot fürchtete den Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz. Das hätte vorgesehen: einmal am Boden hätten Crew und Flugzeug dort bleiben müssen, was den gesamten Flugplan durcheinandergebracht hätte.
Um das zu verhindern, drehte der Pilot ab und flog mit seinen Passagieren 350 km zurück nach Trondheim. Hier konnte eine Ersatzcrew übernehmen. Über die Begeisterung der 40 Menschen an Bord ob dieses non-stop Roundtrips ist nichts bekannt. Aber wir können uns unseren Teil dazu denken.