Die vergangenen Wochen mit ihren tropischen Temperaturen haben uns die einfachen Dinge wieder schätzen lassen. Die Ankunft des Wasserlieferanten im Mittelweg 111a ist jedenfalls noch nie vorher derart bejubelt worden. Der Weg zum Jubel war dabei denkbar einfach: anrufen, bestellen, warten, trinken.
Für einen großen Teil der Menschen auf dieser Welt müssen derlei Zustände paradiesisch anmuten. Das Wasser kommt dahin, wo man es braucht. Es ist frisch, es ist sauber. Durst muss niemand haben. Und wenn doch, dann nur ganz kurz – vielleicht auf dem Weg vom Laufband zur Bar nach der wöchentlichen Fitness-Einheit.
An diesem Mittwoch hält die UN zum ersten Mal einen Gipfel über das Recht auf Wasser ab. Im Mittelpunkt steht dabei eine Resolution, die der Bolivianer Pablo Solon vorgestellt hat – und die neben einigen Hand voll Unterstützerstaaten auch mächtige Gegner hat, darunter Großbritannien und die USA.
Das erklärte Ziel ist eine Überkunft, das Recht auf Wasser als Menschenrecht anzuerkennen.
Aber selbst wenn das passiert – was käme danach?