Eine offizielle Reisewarnung ist eine ernst zu nehmende Sache – das Auswärtige Amt etwa möchte die Deutschen momentan davon abhalten, sich gen Afghanistan, Somalia, Kongo oder Irak aufzumachen.
Ähnlich bedroht müssen sich US-Bürger gefühlt haben, die das vorvergangene Wochenende im eigentlich so beschaulichen Garmisch-Partenkirchen verbrachten – hatte das amerikanische Konsulat in München doch eindringlich davor gewarnt. Man solle "besonders wachsam" sein und sich vorsichtshalber im Internet registrieren, damit den Behörden "im Katastrophenfall" die Information leichter falle.
Anlass war nicht etwa ein Putschversuch oder eine Terrorwarnung, sondern eine simple Wirtshausschlägerei. Einer der Beteiligten (ein Deutscher) hatte dem anderen (einem Angestellten der US-Armee) gedroht, "mit seinen Jungs wiederzukommen".
Der Aufenthalt in dem 27.000-Einwohner-Ort mit Alpenpanorama war also möglicherweise wirklich nicht ganz risikolos.
13. Juli 2009