Der Winter war hart, kalt und lang. Vielleicht ist das die einfache Erklärung für das mysteriöse Treiben, das sich dieser Tage in einer kleinen Stadt an der US-Ostküste abspielt.
Ein Unbekannter versorgt Bäume und Laternen in Parks und auf Plätzen im Schutz der Dunkelheit mit bunt-flauschigen, handgestrickten Wollmäntelchen. Nett, könnte man jetzt sagen.
In West Cape May, New Jersey, greifen jedoch Angst und Unwillen um sich. Schließlich ist das Einkleiden öffentlichen Eigentums ohne Genehmigung verboten. Und auch den viktorianischen Charme des Städtchens sieht der ein oder andere durch die illegalen Handarbeiten gefährdet. Was also führt der mitternächtliche Guerilla-Stricker im Schilde?
Wir sagen: Uns doch egal. Alles, was Farbe ins Leben bringt, ist nach diesem Winter recht.
22. März 2010