Da türmt es sich auf, das Vorhaben. So hoch, dass man die Spitze, das Ziel, kaum noch sehen kann. Es wird viele kleine Schritte brauchen, bis man angekommen ist. Im Fall von Peter Geyer und Andrea Parrish exakt 400.000.
Das Paar aus Washington (Staat, nicht Stadt) träumt von einer schönen Hochzeit. Nicht groß, nicht fancy, nur die Familie, ein paar Freunde und ein Buffet mit Gemüse aus dem heimischen Garten. Aber selbst das kostet Geld – 4000 Dollar, wie die beiden errechnet haben. Woher nehmen und nicht stehlen?
Um die Idee von Peter und Andrea zu verstehen, muss man wissen, dass der Großteil der US-Bürger nicht recycelt – Getränkedosen landen meist einfach im Müll. Wenn sie diese Dosen sammeln und zur Annahmestelle bringen würden, überlegten sich die beiden, bekämen sie pro Stück einen Cent. Um das Geld innerhalb von sieben Monaten zusammenzukriegen, wären also 2.040 Dosen pro Tag nötig.
Am letzten Wochenende wurde geheiratet – mit Hilfe von Freunden, Nachbarn und Dosenspendern aus dem ganzen Land haben sie es geschafft. Und dass, obwohl sie nicht den einfachsten Weg gegangen sind: In anderen Bundesstaaten hätte es bis zu zehn Cent pro Dose gegeben. Aber bei dieser Variante wäre dem Paar die Ökobilanz zu schlecht gewesen.
09. August 2010