Die Band Nickelback hat einen ihrer Songs den glamourösen Seiten des Rockstardaseins gewidmet – "cause we all just wanna be big rockstars and live in hilltop houses driving fifteen cars". Neben Immobilien und Autos werden weiterhin Frauen, Privatjets, Drogen und andere Klischees besungen. Wir unterstellen den Jungs wohlwollend eine gute Portion Selbstironie.
Dass die Tätigkeit als international gefeierter Rockstar nämlich echte Drecksarbeit sein kann, musste kürzlich eine andere US-Band erfahren. Die Kings of Leon sahen sich bei ihrem Konzert in St. Louis wüsten Unmutsbekundungen ausgesetzt – allerdings nicht von ihren Fans. Die Freilichtbühne, auf der sie vor 20.000 Menschen spielten, beherbergte auch eine mittelgroße Taubenkolonie. Und deren Bewohner fühlten sich offenbar in ihrer Abendruhe gestört.
Die Band wurde in den folgenden Minuten in einer derartigen Heftigkeit mit Taubenexkrementen bombardiert, dass sie das Konzert nach nur drei Songs abbrach und fluchtartig die Bühne verließ. Das wiederum löste dann auch unter den menschlichen Besuchern Wut und Enttäuschung aus – was die vier Künstler allerdings nicht zu einer Rückkehr bewegen konnte. In einem beschwichtigenden Statement war anschließend von "ernsthaften gesund-heitlichen Risiken" die Rede.
Nach diesem beschi**enen Erlebnis seien den Kings of Leon all die süßen Seiten des Rockstarlebens von
Herzen gegönnt. Zumal sie auch noch deutlich bessere Musik machen als Nickelback.
02. August 2010