Wenn Kinder zum ersten Mal von Zuhause weggehen – ob im Kleinen zur Übernachtung bei der besten Freundin oder im Großen zum Austauschjahr in die USA – mischt sich unter alle Erwartungsfreude unweigerlich ein wenig Angst. Ganz so leicht verlässt sich das wohlig-warme Nest dann eben doch nicht.
Völlig ohne Furcht schien dagegen ein Neunjähriger, der am späten Abend 15 Kilometer von seinem Heimatort entfernt von der Polizei aufgelesen wurde. Seine Eltern hatten ihn am Nachmittag als vermisst gemeldet.
Der Kleine berichtete den Beamten, er sei auf dem Weg nach Italien, um sich dort als Goldschürfer zu verdingen. Weder Wind und Wetter, noch die Dunkelheit und der lange Fußmarsch konnten ihn dabei schrecken.
Natürlich haben auch früher schon Männer für den ein oder anderen Nugget ganze Kontinente durchquert. Die hatten aber immerhin einen Colt dabei.
01. März 2010