Für die Besetzung des zweitwichtigsten Managerpostens in Deutschland scheint sich eine rasche Lösung abzuzeichnen: Die Deutsche Bahn wird in Kürze einen neuen Vorstandschef erhalten. Der wichtigste Managerposten in unserem Land, der beim FC Schalke 04, bleibt vorerst vakant.
Nun ist es so, dass mit Attraktivität und Komplexität einer Aufgabe in der Regel auch die Anspruchshaltung des Umfelds steigt – was das ruhige Arbeiten bei Misserfolg erschwert. Dies gilt wohl für beide der Schalker Vakanzen: die des Sportdirektors und die des Cheftrainers. An erstere traut sich nicht einmal der Titan ran – jener, der von seinen Mitstreitern regelmäßig "Eier" forderte. Das Traineramt hingegen wurde gerade von Kroatiens Nationalcoach Slaven Bilic ausgeschlagen – der Mann spielt in seiner Freizeit immerhin in einer Rockband und macht auch sonst nicht den Eindruck, sich schnell einschüchtern zu lassen.
Die Aussicht auf einen Job auf Schalke scheint also selbst die härtesten Profis das Fürchten zu lehren. Nicht einmal der sonst allgegenwärtige und dem Verein emotional eng verbundene Peter Neururer hat sich diesmal ins Gespräch gebracht.
Und damit steht der Mutige der Woche fest: Wer auch immer sich auf einen der beiden freien Stühle am Schalker Markt setzt, hat den Mut-Pokal zweifelsohne verdient.
06. April 2009