Stellen Sie sich vor: Sie sind nachts im Auto unterwegs, wenig Verkehr, nur ganz vereinzelt das Licht einer einsamen Straßenlaterne. Bei einem routinemäßigen Blick in den Rückspiegel gefriert Ihnen das Blut in den Adern. Das Fahrzeug hinter Ihnen wird von einem Skelett gesteuert. Weiß und knochig, mit allem drum und dran.
Der Opener eines drittklassigen Horror-Schockers? Würde passen. Dennoch ist genau das zwei Polizisten im bayerischen Plattling passiert. Die beiden rieben sich vermutlich kurz die Augen und entschlossen sich dann, das Fahrzeug anzuhalten. Ausgestiegen ist dort Martin Williams – kein Skelett, aber waschechter Brite und daher natürlicherweise in einem Rechtslenker unterwegs.
Das Skelett, so erklärte er den Beamten, habe er auf einem Flohmarkt erworben. Da er befürchtete, es könne im Kofferraum Schaden nehmen, schnallte er es kurzerhand auf dem Beifahrersitz fest.
Mr. Williams und sein Beifahrer durften ihre Reise fortsetzen – der Transport von Plastikskeletten im Auto ist nicht verboten.
August 2011
01. August 2011