Seinem alten Leben den Rücken zu kehren, erfordert vielleicht mehr Mut, als alles andere. Richard O'Barry hat früher Delphine für TV-Shows abgerichtet. Heute tut er, was in seiner Macht steht, um Flippers Brüder aus Gefangenschaft zu befreien.
Oder ihr Leben zu retten. Jedes Jahr werden im japanischen Taiji über 2000 Delphine auf grausamste Art zunächst in die Bucht getrieben und dann dort abgeschlachtet. Sie enden als Konserven in den Supermarktregalen des Landes. Die Bucht wird vorher weiträumig abgeriegelt – Zeugen will man nicht. Das Wasser ist danach rot von Blut.
Dem mittlerweile 70jährigen O'Barry und seinen Mitstreitern ist es jetzt erstmals – und unter erheblichem Einsatz – gelungen, das unter dem Deckmantel der Tradition praktizierte Treiben der Fischer auf Film festzuhalten.
Drastische Bilder, die ab Oktober im Kino zu sehen sein werden.
21. September 2009