Salman Rushdie hat in seinem Leben schon einiges überstanden. Und stets mehr als deutlich gemacht, dass er sich nicht einschüchtern lässt, wenn es um seine Überzeugungen geht. Wenig verwunderlich also, dass ausgerechnet er sich nun mit einem der mächtigsten Gegner unserer Zeit angelegt hat: mit Facebook.
Angefangen hat alles damit, dass Facebook Mr. Rushdies Account deaktivierte – man glaubte nicht, dass es sich wirklich um den Schriftsteller handelte und verlangte zwecks Verifizierung eine Ausweiskopie. So weit, so gut – Rushdie kam der Aufforderung nach.
Allerdings ist es so, dass Mr. Rushdie mit Vornamen nicht nur Salman heißt – der Name, unter dem er der Welt bekannt ist. Er heißt Ahmed Salman. Und weil Facebook es in diesem Punkt ganz genau nimmt, wurde das Profil nur unter dem Namen Ahmed Rushdie wieder freigeschaltet.
Da Mr. Rushdie in seinem Alter aber keine Identitätskrise mehr durchmachen wollte, kämpfte er um seinen zweiten Vornamen. Via Twitter. Einer seiner Tweets zur Sache: "Dear #Facebook, forcing me to change my FB name from Salman to Ahmed Rushdie is like forcing J. Edgar to become John Hoover."
Am Ende hat Mr. Rushdie gewonnen. Natürlich hat er das.
01. Dezember 2011