Einfach weg. Keine Lust mehr. Hauptsache raus. Anywhere but here. Diese und ähnliche Gedanken sind Steven Slater wohl durch den Kopf gegangen, kurz bevor er sich entschloss, auszusteigen. Und das ist in diesem Fall sehr wörtlich zu nehmen.
Der Flugbegleiter der amerikanischen Linie BlueJet verließ Flug 1052 kurz nach der Landung am Airport JFK über die Notrutsche. Vorausgegangen war dem theatralischen Abgang ein Disput mit einer Passagierin, die ihren Platz zu früh verlassen hatte und bei dem Slater einen Koffer an den Kopf bekam.
Der erboste Steward – oder korrekt flight attendant – schnappte sich daraufhin das Bordmikrofon, überzog nicht nur die Dame sondern auch die restlichen Passagiere mit einer wahren Schimpfkanonade, löste die Notrutsche aus, schnappte sich noch ein Dosenbier vom Servicewagen und entschwand mit den Worten "that's it" in die Freiheit.
Gegen den 39-Jährigen wurde jetzt Anklage wegen "Groben Unfugs"erhoben – ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft. So dicht können frei und fu**ed beieinander liegen.
23. August 2010