Die soziale Dimension von Prostitution ist seit Jahrhunderten umstritten – weshalb wir uns an diesem Punkt auch nicht an einer moralischen Diskussion beteiligen wollen. Unser Augenmerk richtet sich heute dennoch auf das horizontale Gewerbe, denn offenbar sorgt sich ein Berliner Bordellbesitzer um die Luftverschmutzung in seiner Stadt. Und tut etwas dagegen.
Thomas Götz bietet Besuchern seines Etablissements einen Discount von fünf Euro auf die sonst 70 Euro teure 45-minütige Dienstleistung, wenn sie per Fahrrad anreisen. Die Bewertung seiner Kampagne durch ihn selbst fällt durchweg positiv aus: Gut fürs Geschäft, gut für die Umwelt, gut für die Mädels – das Kundenaufkommen war im Zuge der Wirtschaftskrise zuletzt deutlich rückläufig.
Drei bis fünf neue Kunden machen nach Götz' Aussage von dem Angebot Gebrauch – pro Tag. Positiver Nebeneffekt: Die Parksituation in der Nachbarschaft soll sich bereits deutlich entspannt haben.
07. Dezember 2009