Manche Geschichten sind so unglaublich, dass man im ersten Moment versucht ist, sie ins Reich der Fabeln zu verweisen. Schön, dass sie manchmal dennoch wahr sind. Wie diese hier.
Viele Menschen in dem kleinen Dorf in Mali haben William Kamkwamba insgeheim für ein wenig verrückt gehalten. Der 14-Jährige streifte unermüdlich auf der Suche nach Schrott durch die Gegend, zerlegte das Familienfahrrad, turnte in schwindelerregender Höhe herum und brannte fast sein Elternhaus nieder. Vielleicht lagen die Nachbarn mit ihrer Einschätzung also nicht so falsch.
Aber all seine merkwürdigen Aktivitäten dienten einem Ziel: William wollte seinem Dorf Elektrizität schenken. Und zwar aus Windkraft. Bilder von Windrädern hatte er in Büchern gesehen, mit seinen paar Brocken Englisch zudem entschlüsselt, wozu sie gut waren.
Und dann hat er eins gebaut. Einfach so. Aus dem, was ihm eben zur Verfügung stand. Es hat funktioniert. Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: "I...did it".
29. März 2010